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Vogelsberger KreisJugend-
parlaments!

Am Anfang war eine Idee!

Im Frühjahr 1991, in einer Zeit, in der das Wort von der Politikverdrossenheit bei Jugendlichen, in den Medien und in der Öffentlichkeit landauf und landab diskutiert wurde, begann im Jugendbildungswerk (JBW) und in der Jugendförderung des Vogelsbergkreises eine Diskussion, wie man diesen Erscheinungen mit neuen Projekten in der Jugendarbeit begegnen könne.

Sollte man einstimmen in die überall zu hörenden Klagen, dass Jugendliche immer weniger bereit sind, sich zu engagieren, dass sie an parlamentarischer Demokratie das Interesse verlieren und sich aus Enttäuschung extremen Leitbildern zuwendeten? , oder sollte man ihnen neue Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen.

Dahinter stand die Überzeugung, dass die Mehrzahl der Jugendlichen sehr wohl noch zu erreichen und für politische Fragen zu interessieren ist.

Neue Partizipationsmöglichkeiten bedeutete, dass jugendpolitische Fragen wieder Einfluss auf die aktuelle Politik bekommen mussten. Einerseits die Klagen über Jugendliche, die nicht so sind, wie man sie sich wünscht, andererseits finden deren Interessen und Wünsche bei der politischen Gestaltung aber immer weniger Berücksichtigung.

Diese Ruhe, diesen nicht stattfindenden Dialog sollte beendet werden.Selbst heute wird in der Politik immer wieder diskutiert, ob ein allgemeines Walhrecht für Kinder eingeführt werden soll.

In einer ersten Diskussionsphase kristallisierten sich sehr bald Vorstellungen von einem Kinder- und Jugendparlament (KJP) heraus, das ein Interessenvertretungsorgan der Vogelsberger Jugendlichen sein sollte.

Bereits ein knappes halbes Jahr später, am 7. Oktober 1991, erteilte der Verwaltungsausschuss des Jugendbildungswerkes seine Zustimmung, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von JBW und Jugendförderung konnten mit der Realisierung beginnen.

Damit war der Grundstein für das älteste Kinder-u. Jugendparlament auf Kreisebene gelegt.

Die erste Sitzung des gewählten Kinder- und Jugendparlamentes fand im Rahmen einer großen öffentlichen Veranstaltung statt. Zu Beginn wurden die Formalien erledigt, wie die Verabschiedung der Geschäftsordnung und der Wahl eines Vorstandes.

Die 1. konstituierende Sitzung fand am 12. September 1992 statt. Keine 3 Jahre nach Gründung, kam es im März '95 zur ersten Fragestunde im Kreistag. So war ein grundlegendes Ziel, dass jugendpolitische Themen Berücksichtigung finden, erreicht.

Noch im Oktober des selben Jahres erhielte das KJP das "indirekte Antragsrecht" im Kreistag.

Die Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfeausschuss fand seine Dankung im Juni '97. Die bisher beratende Funktion wurde in eine stimmberechtigte Mitgliedschaft umgewandelt.

In den folgenden Jahren wuchs die aktive politische Mitgestaltung, sodass das KJP vor Anbruch des neuen Jahrtausends, 1999, das direkte Rede-u. Antragsrecht im Kreistag erlangte.